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Schreibe lieber schön, statt schnell an die Tafel!

Beschreibung der ausgeführten Tätigkeiten
Woche 3

Die Woche beginne ich mit der Korrektur der zweiten Zwischenprüfung eines A1-Kurses. Die Korrektur des grammatikalischen Teils und des Lese- und Hörverstehens ist ziemlich monoton. Trotzdem gehört sie zum Lehrerjob dazu und muss erledigt werden. Am meisten nehme ich von der Korrektur des schriftlichen Teils mit. Hier gilt es nicht nur die Fehler anzustreichen, sondern auch abzuschätzen, wie streng diese - je nach Sprachniveau des Kurses - bewertet werden. Anschließend beginne ich mit der Hospitation in einem A2-Kurs. Das derzeitige Thema sind der Komparativ und der Superlativ, die im Lehrbuch mit Tierrekorden geübt werden. Der Lehrer dieses Kurses bindet mich immer wieder mit ein. So führe ich öfter kleine Übungen mit den SchülerInnen durch. Am Ende der Stunde bekomme ich Lob des Lehrers langsam und deutlich mit den SchülerInnen gesprochen zu haben und die Aufgaben gut erklärt zu haben. Er kritisiert allerdings meine Handschrift an der Tafel und rät mir lieber schön, statt schnell zu schreiben. Diese Kritik nehme ich gerne an und möchte in Zukunft mehr auf eine schöne Handschrift achten.

Am kommenden Tag werden im A2-Kurs, in dem ich diese Woche hospitiere, der Possessivartikel im Dativ, Bildbeschreibungen und Familienmitgliedsbezeichnungen behandelt. Ich bemerke, dass eine situative Einbettung oft eine gute Einführung in ein neues Thema sein kann und wie wichtig fließende Übergänge von einem ins andere Thema sind. Im anschließenden Spanischkurs üben wir einige Präpositionen von Verben. Dieser bereitet mir wieder großen Spaß. Danach drucke ich wieder einige Prüfungen und Anwesenheitslisten aus.

Bei meiner Hospitation im A2-Kurs behandeln wir dass-Nebensätze und Adjektivdeklinationen. Dabei bemerke ich, wie der Lehrer während des Unterrichts Musik einsetzt. Zum Beispiel lässt er deutsche Musik laufen, während die SchülerInnen Aufgaben erledigen. Dies verdutzt mich anfangs und ich frage mich, ob mich persönlich die Musik stören würde. Nach dem Unterricht erklärt er mir seine Methodik: Er möchte eine lockere Atmosphäre im Klassenzimmer schaffen. Durch die Musik fühlen sich die SchülerInnen beim Lösen der Aufgaben nicht so beobachtet und fragen bei Unklarheiten schneller den NachbarIn oder den LehrerIn. Ohne Musik jedoch sind sie still und es ist ihnen unangenehm diese Stille zu brechen. Außerdem lernen sie so deutsche Musik kennen, die sie auch in ihrer Freizeit hören und somit ihr deutsch ausbauen können. Ich bin erstaunt und möchte diese Methode auch gerne in meinen zukünftigen Kursen ausprobieren.

Am nächsten Tag helfe ich einem Arbeitskollegen einen Workshop über Relativsätze zu leiten. Dieser ist wieder an SchülerInnen des A2-Niveaus gerichtet. Hier ist es wieder am interessantesten den Unterschied zwischen Akkusativ und Dativ zu erklären, der Spanisch-Muttersprachlern in der Regel schwerfällt. Danach drucke ich Prüfungen und kontrolliere die Qualität der Audios der A1-Kurse. Die schlecht aufgenommenen Audios ersetze ich durch bessere.

Am letzten Tag der Woche beginne ich meine Hospitation des A2-Kurses mit der Besprechung der Hausaufgaben. Danach lernen wir Reisevokabular und temporale Wörter und üben Vermutungen auszudrücken. Anschließend bekomme ich die Aufgabe Noten im System einzutragen. Letztlich kontrolliere ich noch die Qualität der A2-Audios und ersetze auch hier die schlechten durch gute.

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